Unser LEITBILD
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Die Großen sind nicht durch sich selbst groß, sondern durch die anderen, durch all die, denen es Entzücken bereitet, sie als groß zu erklären. Durch vieler Leute Würdelosigkeit entsteht diese eine überragende Ehre und Würde. Durch vieler Leute Kleinheit und Feigheit entsteht diese auf einem Punkt aufgehäufte Summe von Größe und durch vieler Leute Verzicht auf Macht diese gewaltige Macht. Ohne Gehorsam ist der Befehlshaber und ohne Diener der Herr nicht möglich. (Robert Walser) Vereinssatzung des Hartzfrei e.V.
Das Leitbild des Hartzfrei e.V. Aus der Ende 2005 ins Leben gerufenen ehemaligen Erwerbsloseninitiative (ELOI) für den Bereich Landau-SÜW wurde im Dezember 2008 der gemeinnützige Hartzfrei e.V.. Das Hauptziel des Vereins ist, öffentlich der gesellschaftlichen Ausgrenzung von Arbeitslosen und Armen entgegenzuarbeiten sowie die davon Betroffenen durch individuelle Beratung und Unterstützung in ihrer Person zu stabilisieren und existentielle Dinge wie Wohnung, Essen, usw. zu sichern. Das Ziel des Vereins ist, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln, um dauerhaft den Folgen der Ausgrenzung und Resignation entgegenzuarbeiten und eine soziale Reintegration der Betroffenen zu gewährleisten. Der Verein begreift die psychosozialen Folgen von prekären Arbeitsverhältnissen, Arbeitslosigkeit und Armut als eine gesellschaftlich bedingte Lebenslage. Innerhalb einer Gesellschaft, die auf Erwerbsarbeit und dem Konzept der Ernährerfamilie ausgerichtet ist, stellen prekäre Arbeitsverhältnisse und Arbeitslosigkeit nicht nur ein Defizit an finanziellen Ressourcen, sondern auch ein Werte- und Verwirklichungsproblem dar. Hartzfrei e.V. distanziert sich in weiten Teilen von der derzeitigen Sozialgesetzgebung. Auf Grund der langjährigen Erfahrungen aus der Betreuung von und Gesprächen mit Leistungsberechtigten müssen/mussten wir feststellen, dass die Hartz IV Gesetze in den meisten Fällen kontraproduktiv waren und sogar oft das Gegenteil erreicht haben. Die Armut in Deutschland wächst täglich weiter an, das Gefälle zwischen reich und arm wird stetig größer, die Arbeitslosigkeit und die prekären Beschäftigungsverhältnisse nehmen künftig zu, die Angst der Noch-Beschäftigten vor dem sozialen Absturz weitet sich aus, Ohnmacht, Unzufriedenheit und Krankheit steigen in der Zahl - kurzum, ganz trübe Aussichten FÜR ALLE IN DEUTSCHLAND. Speziell Arbeitslose stehen ständig unter dem gesellschaftlichen Generalverdacht, nicht arbeiten zu wollen. Dieser Verdacht wird durch öffentliche Diskurse seit Jahren aufrechterhalten und scheinbar immer wieder bestätigt. Dies hat für Menschen in prekären Lebenslagen zur Folge, dass ihre Bedürftigkeit in Frage gestellt wird. Sie kommen in eine anhaltende Rechtfertigungssituation, aus der sie sich scheinbar nicht befreien können. Eine prekäre Lebenslage, sei diese durch den Verlust eines Arbeitsplatzes, Krankheit, Alter oder schlecht bezahlte Arbeit verursacht, hat demnach nicht nur physische, sondern auch psychische Folgen. Anders als in der Öffentlichkeit dargestellt, ist den wenigsten Menschen daran gelegen sich von der Allgemeinheit aushalten zulassen. Vielmehr haben die meisten Menschen ein sehr ausgeprägtes Interesse daran, sich durch Tätigkeit zu definieren. Aus dieser Definition ziehen sie neben dem Arbeitslohn auch einen großen Teil ihres Selbstwertes. Durch längere Phasen der Arbeitslosigkeit geraten Menschen in einen Teufelskreis der durch einen massiven Verlust an Selbstwertgefühl und materiellen Ressourcen gekennzeichnet ist. Die Inanspruchnahme von Sozialtransfers ist KEIN Almosen, sondern das Minimalste, was ein Sozialstaat leisten muss. Die derzeitig gewährten Sozialtransfers sind nach dem Dafürhalten des Hartzfrei e.V. auf jeden Fall zu niedrig und müssen deutlich erhöht werden, ganz besonders für Kinder und Jugendliche. In unserem Verein hat jedes Mitglied die Möglichkeit, sich aktiv als Ehrenamtliche/r an Arbeitskreisen zu beteiligen und sein/ihr entsprechendes Potential auszuschöpfen und effektiv einzubringen. Hartzfrei e.V. bietet außerdem Hilfestellungen beispielsweise 1.) bei Problemen mit den Ämtern2.) bei falschen Bescheiden 3.) bei Bewerbungen 4.) beim Umgang mit den SGB-Büchern (speziell SGB II, III, XII) 5.) bei dem Bildungspaket 6.) wenn eine Ämterbegleitung nötig ist 7.) wenn Ihre Fragen auf den Amt gar nicht oder unzureichend beantwortet werden 8.) falls Sie Ihren Bescheid nicht verstehen 9.) usw. mittwochs zwischen 10.00 und 18:00 Uhr in unserem Büro in der Heinrich-Jakob-Fried-Straße 6 in 76829 Landau (Terminabsprache dringend erbeten unter 0177 – 50 32 113) oder/und donnerstags im Pierrot in der Ostbahnstraße 28 in 76829 Landau von 15:00 bis 18:00 Uhr (keine Terminvergabe, wer kommt ist da).
Hartzfrei e.V. bittet ALLE BezieherInnen, die Sozialleistungen nach den Sozialgesetzbüchern erhalten, sich selbst an gute Umgangsformen in den Behörden zu halten.
Tue selbst alles dafür, dass Du trotz und mit Hartz IV ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben führst! Setze Dich für Deine Rechte vehement ein und kämpfe dafür, strebe nach Veränderungen und wenn Dir geholfen wurde, so helfe nach Möglichkeit bitte auch denen, die auf Dich zukommen und DICH um Deine Unterstützung bitten! ARBEITSLOSIGKEIT IST KEIN PRODUKT DER FAULHEIT, SONDERN DER UNGERECHTIGKEIT DER GESELLSCHAFT!!! Zeitungsbericht im "Landauer Wochenblatt" Oktober 2010 zum Öffnen anklicken als separates Bild HIER
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